Ego-State-Therapie Mainz, Germany 2026
Seminar 1: 15-17 June 2026 (3 days)
Einführung in die Grundlagen und Arbeitsmethoden der Ego-State-Therapie
Seminar 2: 2-3 September 2026
Aktivierung und Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States – Herstellen von Sicherheit und Stabilität
Seminar 3: 4-5 September 2026
Aktivierung und therapeutische Arbeit mit symptom-assoziierten Ego-States.
Seminar 4: 16-17 November 2026
Aktivierung und therapeutische Arbeit mit traumaassoziierten Ego-States
Seminar 5: 18-19 November 2026
Der Teufel trägt Prada – Aktivierung und therapeutische Arbeit mit destruktiven Ego-States und Introjekten
Anmeldung: https://www.woltemadehartman.com/anmeldung-est-seminare-mainz.php
Venue:
Katholische Hochschule Mainz | Catholic University of Applied Sciences
Saarstr. 3
D-55122 Mainz
* Seminar 6 : 10-11 March 2027
Master Class – Erweiterte Behandlungsplanung für optimalen Flow, Körpergewahrsein, Selbstverwirklichung und posttraumatisches Wachstum
Seminar Ego-1: 3 Tage, 24 UE
Teilnahmegebühr: 600 Euro
Einführung in die Grundlagen und Arbeitsmethoden der Ego-State-Therapie
Die Ego-State-Therapie ist eine Schöpfung von Dr. John und Helen Watkins aus den Vereinigten Staaten. Die Watkins betrachteten das Ich nicht als monolithische Einheit, wie Freud es tat, sondern als aus Teilen, sogenannten Ego-States, bestehend. Ihre Theorie stützte sich auf die ursprüngliche Arbeit von Paul Federn, einem engen Mitarbeiter und Kollegen Freuds. Federn konzeptualisierte die Ich-Zustände als sich verändernde Energien innerhalb der Persönlichkeit. John und Helen Watkins formulierten eine Theorie und ein Behandlungsmodell, die als Ego-State-Therapie bekannt wurden.
Ego-States sind neurophysiologische Manifestationen des autonomen Nervensystems, die sich auf bestimmte positive und negative Lebenserfahrungen hin entwickeln können. Sie werden normalerweise hypnotisch aktiviert, um jene Ego-States zu erreichen, die implizit gespeichert sind und dem bewussten Bewusstsein nicht leicht zugänglich sind. Die Ego-State-Therapie ist daher eine geeignete Interventionsstrategie für posttraumatische Belastungsreaktionen, Dissoziation infolge von Traumata sowie für eine Vielzahl psychosomatischer Erkrankungen.
In diesem Workshop gibt Dr. Hartman einen ausführlichen Überblick über die theoretischen Grundlagen des Ego-State-Modells, dessen Epistemologie sowie die neuesten Entwicklungen in der neurobiologischen Grundlagenforschung zu Trauma und Dissoziation. Dr. Hartman wird sowohl die Relevanz der Polyvagaltheorie von Stephen Porges im Ego-State-Modell erklären als auch erläutern, wie somatische Erfahrungstechniken aus dem Trauma Therapeutic Yoga (TTY), dem Somatic Experiencing (SE) und der Energiepsychologie eingesetzt werden können. Der Schwerpunkt wird in der Vermittlung verbaler Pendeltechniken während des Erstinterviews liegen: wie Trance sicher induziert wird und wie sichere Körperinterventionen helfen, die Klient:innen zu stabilisieren, sodass sie gut vorbereitet sind für die weiteren Behandlungsschritte. Techniken wie „Innere Stärke“ sowie die Verwendung von Metaphern werden demonstriert und geübt.
Das Seminar richtet sich sowohl an Anfänger:innen als auch an erfahrene Praktiker:innen und umfasst klinische Live-Demonstrationen. Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-, Demonstrations- und Praxisformat. Daher ist diese curriculare Fortbildung eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt
Ausbildungsziele:
- Vermittlung neurophysiologischer Grundlagen von Trauma, Dissoziation und Ego-State-Therapie, klinischer Hypnose und ihrer Zusammenhänge
- Vermittlung von EST-Grundtechniken: Sicherheits-, Stabilisierungs- und Erdungstechniken unter besonderer Berücksichtigung der Körperressourcen
- Verbindung und Integration von weiteren Techniken wie traumatherapeutisches Yoga (TTY), Atemarbeit, Somatic Experiencing (SE) oder Energiepsychologie in die Ego-State-Therapie
- Demonstration der Dynamik der Ego State Therapie als Teiletherapiemodell in Kombination mit hypnosomatischen Ansätzen zur Stabilisierung traumatisierter KlientInnen
Schlüsselwörter: Trauma, Dissoziation, Stabilisierung, Sicherheit, Erdung, hypnosomatische Techniken, trauma-therapeutisches Yoga (TTY), Somatic Experiencing (SE), ressourcenreiche Ich-Zustände
Ego-State-Therapie Curriculum
Dieses Seminar ist das erste in einer Reihe aufeinanderfolgender Seminare, die zur international anerkannten Zertifizierung als Ego State Therapeut:innen durch Ego-State-Therapie (Ego State Therapy International, ESTI) führen.
Seminar Ego-2: 2 Tage, 16 UE
Teilnahmegebühr: 410 Euro
Aktivierung und Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States – Herstellen von Sicherheit und Stabilität
John und Helen Watkins formulierten eine Theorie sowie ein Behandlungsmodell für die Ego-State-Therapie. Der wohl bedeutendste Unterschied zwischen der Ego-State-Therapie und anderen Ansätzen besteht darin, dass sie die Persönlichkeit eines Menschen nicht nur als aus dissoziierten Ich-Zuständen beschreibt, sondern auch als aus ressourcenreichen Ich-Zuständen, die uns helfen, uns selbst zu regulieren und als integriertes Ganzes zu funktionieren. Ich-Zustände sind daher neurophysiologische Manifestationen, die sich als Reaktion auf bestimmte, sowohl positive als auch negative, Lebenserfahrungen entwickeln können. Die Ego-State-Therapie ist ein wirkungsvolles Instrument, um Klienten dabei zu helfen, das Beste in ihrer eigenen Persönlichkeit auszuloten, und hilft ihnen direkt, ressourcenreiche Ego-States zu erschließen, die mit Entschlossenheit, Überleben, Widerstandsfähigkeit, Hoffnung, Optimismus und Liebe verbunden sind und ihnen letztlich ermöglichen, sich zu entfalten.
In diesem Seminar lernen die Teilnehmer.innen vor allem die Basistechniken der Ego-State-Therapie und der klinischen Hypnose zur Aktivierung ressourcenvoller Ich-Zustände.
Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-, Demonstrations- und Praxisformat. Daher ist diese curriculare Fortbildung eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt
Ausbildungsziele:
- Vertiefung von EST-Grundtechniken zur Ich-Stärkung: Sicherheits-, Stabilisierungs- und Erdungstechniken unter besonderer Berücksichtigung der Körperressourcen
- Kontaktaufnahme mit ressourcenreichen und konfliktfreien Ich-Zustände
- Hypnotherapeutische Aktivierung von ressourcenreichen Ego-States
- Kommunikation mit ressourcenreichen Ego-States
- Techniken zur Nutzung von Ressourcen für maximales psychisches Wohlbefinden
Ego-State-Therapie Curriculum
Dieses Seminar ist das Zweite in einer Reihe aufeinanderfolgender Seminare, die zur international anerkannten Zertifizierung als Ego State Therapeut:innen durch Ego State Therapy International (ESTI) führen.
Seminar Ego-3: 2 Tage, 16 UE
Teilnahmegebühr: 410 Euro
Aktivierung und therapeutische Arbeit mit symptomassoziierten Ego-States.
Dieses dritte Seminar umfasst die Arbeit mit symptomassoziierten Ego-States. Einige Ego-States (Teile des Selbst) werden angesichts eines Traumas mit dem Ziel „abgespalten“ dem Individuum zu „helfen“ zu überleben und das Erlebte zu bewältigen. Jedoch „tragen“ diese Teile wiederum einige dieser Symptome auf intrapsychischer Ebene weiter. Die Ego-State-Therapie wendet sich diesen Symptomen zu, indem sie spezifische korrigierende Erfahrungen anbietet, um mit den symptomassoziierten Ich-Zuständen zu arbeiten und Selbstregulation, physiologischen und psychologischen Fluss sowie Kohärenz wiederherzustellen.
In diesem Seminar wird sich Dr. Hartman hauptsächlich darauf konzentrieren, wie diese hoch erregten Überlebensenergien, die sich in Kampf- und Fluchtreaktionen zeigen, bei traumatisierten Klient:innen in dissoziativen Ich-Zuständen gebunden sind. Er wird Interventionen aufzeigen, um diese Energien zu entladen und/oder zu vervollständigen, damit Selbstregulation, Flow, Reintegration sowie posttraumatisches Wachstum ermöglicht werden.
Das Seminar umfasst klinische Live-Demonstrationen und Übungen. Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-, Demonstrations- und Praxisformat. Daher ist diese curriculare Fortbildung eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt
Ausbildungsziele
- Aktivierung von symptomassoziierten Ich-Zuständen und die klinisch-therapeutische Arbeit
- Kennenlernen der Dynamik von symptomassoziierten Ich-Zuständen, Umgang mit Flucht- und Kampfreaktionen
- Demonstration von spezifischen Techniken für die Auflösung von traumatischen Stressreaktionen
- Arbeit mit symptomassoziierten Ich-Zuständen unter besonderer Berücksichtigung der Körperressourcen
- Wiederherstellung von Selbstregulation, Gleichgewicht, Ganzheit und Flow bei KlientInnen mit symptom-assoziierten Ich-Zuständen
Schlüsselwörter: symptomassoziierte Ego-States, Kampf- und Fluchtreaktion, Selbstregulation
Ego-State-Therapie Curriculum
Dieses Seminar ist das Dritte in einer Reihe aufeinanderfolgender Seminare, die zur international anerkannten Zertifizierung als Ego State Therapeut:innen durch Ego State Therapy International (ESTI) führen.
Seminar Ego-4: 2 Tage, 16 UE
Teilnahmegebühr: 410 Euro
Aktivierung und therapeutische Arbeit mit traumaassoziierten Ego-States
In diesem Seminar wird die Arbeit mit traumatisierten und traumaassoziierten Ego-States vermittelt. Bei der Konfrontation mit einem Trauma kann das Nervensystem so stark überlastet werden, dass es zur Immobilisierung und Dissoziation führt. Dadurch entstehen trauma-assoziierte oder traumatisierte Ego-States.
In diesem vierten Workshop wird sich Dr. Hartman hauptsächlich darauf konzentrieren, wie man Zugang zu diesen dissoziativen, traumatisierten Ego-States erhält. Traumatisierte Ego-States liegen oft jenseits der Bewusstseinsschwelle und werden daher mittels klinischer Hypnose aktiviert. In der Arbeit mit diesen Anteilen legt Dr. Hartman besonderen Wert auf die vertrauensvolle therapeutische Beziehung und deren Bedeutung für die Wiedereinschaltung des ventralen Vagussystems. Es wird aufgezeigt, wie Klient:innen, die sich in einem Zustand der Erstarrung/Immobilisierung befinden, durch die Ego-State-Arbeit mittels Aktivierungs-, Stimulations-, Mobilisations-, Atem- und Pendulationstechniken von dieser tonischen Immobilität befreit werden können. Ziel ist es, diesen Klient:innen wieder mehr Selbstregulation, Flow, Ganzheit und posttraumatisches Wachstum zu ermöglichen.
Das Seminar umfasst klinische Live-Demonstrationen und Übungen. Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-, Demonstrations- und Praxisformat. Daher ist diese curriculare Fortbildung eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt
Ausbildungsziele
- Bedeutung der Co-Regulation, Sicherheit und Stabilisierung bei der Arbeit mit traumatisierten Ich-Zuständen
- Differenzierung weiterer Immobilisierungs-/Unterwerfungsmodi
- Aktivierung und therapeutische Arbeit mit traumaassoziierten Ego-States
- Spezifische Dynamik der trauma-assoziierten Ego-States
- Bottom-up-Ansatz in der Arbeit mit Immobilisierungsreaktionen
- Einsatz von Bewegungs-, Stimulations- und Atemtechniken zur Wiederherstellung in Flow bei Immobilisierung
Schlüsselwörter: traumaassoziierte Ego-States, Erstarrung (freeze response), Bewegung, Atemarbeit
Ego-State-Therapie Curriculum
Dieses Seminar ist das Vierte in einer Reihe aufeinanderfolgender Seminare, die zur international anerkannten Zertifizierung als Ego State Therapeut:innen durch Ego State Therapy International (ESTI) führen.
Seminar Ego-5: 2 Tage, 16 UE
Der Teufel trägt Prada – Aktivierung und therapeutische Arbeit mit destruktiven Ego-States und Introjekten
Der Umgang mit destruktiven Ich-Zuständen und Introjekten sowie die therapeutischen Interventionsstrategien sind in vielerlei Hinsicht umstritten und stehen in akademischen Kreisen oft im Mittelpunkt intensiver Debatten. In diesem Seminar wird Dr. Hartman speziell auf die Ätiologie und die klinischen Interventionsstrategien bei destruktiven Ich-Zuständen und Introjekten eingehen. Solche Zustände stellen für die Therapeut:innen in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung dar. Sie sind oft von Natur aus schwer fassbar, können jedoch unerwartet und ohne Vorwarnung auftauchen.
Ziel dieses Workshops ist es, Therapeut:innen auf das unerwartete Auftauchen destruktiver Ich-Zustände und Introjekte vorzubereiten und zu zeigen, wie man sie aktivieren, kommunizieren und klinisch mit ihnen arbeiten kann. Um effektiv mit ihnen umzugehen, bedarf es spezifischer und strategischer Interventionen. Aufgrund ihres hybriden Charakters sind sie oft sehr starr in ihrem Verhalten. Letzteres bezieht sich darauf, dass sie einerseits symptombezogen sind und sich in einem defensiven, kämpferischen Modus befinden, andererseits jedoch auch eng mit einem spezifischen Trauma verbunden sind. Destruktive Ich-Zustände und Introjekte entstehen auf neurophysiologischer Ebene als Abwehrreaktion auf ein schweres Trauma. Es ist ein Fehler, sie nur als sogenannte „fremde“ Entitäten und psychologische Konstrukte zu betrachten. Im Gegenteil, sie sind sogar ressourcenreich, da sie neurophysiologische Manifestationen der Reaktion des autonomen Nervensystems darstellen, die im Zuge eines Traumas entstehen, um dem Individuum das Überleben der traumatischen Erfahrung zu ermöglichen. Solche Zustände sollten klinisch und therapeutisch behandelt werden, um einerseits die Kohärenz und Selbstregulierung des Nervensystems wiederherzustellen und andererseits ihre psychologische Bedeutung zu modulieren d.h. sie neu zu interpretieren, neu zu schreiben und neu zu kontextualisieren.
Dr. Hartman zeigt die Arbeit in Live-Demonstrationen. Anhand von Rollenspielen wird das Verständnis für die innere Dynamik dieser Ich-Zustände aufgezeigt und vertieft.
Die Fortbildung basiert auf einem Vortrags-, Demonstrations- und Praxisformat. Daher ist diese curriculare Fortbildung eine anregende Mischung aus theoretischem und erfahrungsorientiertem Lernen.
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt
Ausbildungsziele
- Verdeutlichung der Dynamik destruktiver Ich-Zustände und Introjekte und die Arbeit mit ihrer hybriden Natur, mit dem Ziel die Abwehrreaktionen aufzulösen und die Selbstregulierung wiederherzustellen
- Anleitung zur Aktivierung dieser hoch aufgeladenen und mobilisierten destruktiven Ich-Zustände. Die spezifische Kommunikation und die klinisch und therapeutische Arbeit
- Spezifische und sorgfältige Anwendung von Demaskierungs- und Desidentifikationstechniken bei destruktiven Ich-Zuständen für die Regulierung des autonomen Nervensystems
- Wiederherstellung von Selbstregulierung, Re-Balance, Ganzheit und Flow